Ich bin gefallen, im Krieg zwischen uns.

endlich getraut

Hier ist er also, mein erster Eintrag.
Jahrelang wollte ich der Gesellschaft mal die Meinung geigen, weil ich Kommentare wie :' Lass dir helfen. / Guck dich an wie scheiße du aussiehst. / Du bist so stur und dumm. / Lebst du schon oder wiegst du dich noch ?' einfach nicht mehr ertrage. Ich will euch zeigen wie es ist so leben zu müssen.
Ich erzähle euch mal ein paar Dinge über mich.
Ich bin 18 Jahre und geh alleine durchs Leben. Das einzige was kam, als ich gezwungen wurde auf eigenen Beinen zu stehen, war meine Freundin Ana. Ihr kennt sie, jeder hat schon was von ihr gehört. Ihr vollständiger Name ist Anorexia nervosa. Vor gut 9 Jahren entschied sie sich dafür mich auf meinem Weg zu begleiten. Mittlerweile ist sie ein großer Teil von mir, eigentlich der Größte. Ich liebe sie und hasse sie zugleich. Ich mein, ich wäre nicht Ich wenn Ana nicht da wäre, aber ich habe Angst. Angst vor dem Tag und vor dem was wieder auf mich zu kommt. Ein weiterer Tag voller Erschöpfung und K.O. sein. Einem schweren Kopf, missmutig und ohne Hoffnung. Jeder Tag ist die die reinste Folter. Ich habe starke Depressionen. Depressionen sind tödlich. Wenn du keine Hoffnung hast dann nimmst du dir das Leben, weil die Depressionen sind etwas, was dir vollkommen die Sinnlosigkeit deinen Seins vor Augen führt..

nur bin ich so nicht. Wie konnte ich es zulassen zu diesem Menschen zu werden ? Wisst ihr wie es ist den anderen permanent was vorzumachen ? aus Angst sie könnten die Wahrheit erfahren ? Wisst ihr wie es ist aufgeben zu wollen um endlich wieder frei zu sein ?

Ich weine viel, ständig. Ich weine um mich und meine Mutter, die ich aufgrund meines Verhaltens tief verletzt habe. Einsamkeit, Leere, Selbsthass und Unverständnis überkommen dich und dann, dann bin ich hilflos und depremiert. Es fühlt sich an als hätte man alles falsch gemacht und es ist einem egal ob man weiter lebt oder nicht.

Ich hab keine Angst vorm Tod, eher davor immer mit dieser Krankheit leben zu müssen. Wenn ich es nicht schaffe die Krankheit aufzugeben oder los zu lassen, dann bin ich ein schwacher Mensch und dann habe ich es nicht verdient zu leben.

Ana verleitet mich dazu in zwei Gefühlswelten zu schweben. Es ist furchtbar, regelrecht absurd.

25.7.14 16:40

Letzte Einträge: Do. 19, Mai 2016

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